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reglos. Aber ſie ſchlief nicht und ihre großen offenen Augen belauſchten, wie wir ſchon erzählt haben, Anna's Schlaf.
Nach einigen Minuten hob ſie faſt unmerklich ihre Decke und verließ leiſe das Bett. — Sie war ganz an⸗ gekleidet.
Anna wachte nicht auf, Clary nahm ihre Schuhe in die Hand, um ohne Geräuſch gehen zu können, öffnete die Thür und ſtieg die Treppe hinab.
Sie vergaß ihre Schweſter zu umarmen. — Auf ihrem Herzen wie auf ihrem Geiſte lag ein dichter, ſchwerer Schleier, durch den allein ihre Liebe durchdringen konnte.
Als ſie unten im Parterre ankam, wachte die alte Betſy noch und lag einigen häuslichen Geſchäften ob. Clary ſchlich ins Sprechzimmer und verbarg ſich dort.
Sie wartete geduldig, bis Betſy zu Bett gegangen war; dann, als ſie meinte, die alte Magd würde wohl eingeſchlafen ſein, nahm ſie den Schlüſſel der Hausthür, öffnete dieſelbe und befand ſich Abends halb zwölf Uhr in der Nacht auf dem einſamen Trottoir von Cornhill allein.
— Ich weiß wohl, wo Newgate iſt! flüſterte ſie; — ſonſt wußte ich es.
Sie verſuchte ſich zu vrientiren und blieb einen Augen⸗ blick an der Schwelle des Hauſes ihrer Tante noch unent⸗ ſchloſſen. Darauf nahm ſie plötzlich ihren Weg und ver⸗ ſchwand an der Ecke von Poultry.
Zu derſelben Stunde vifitirte der redliche, ſogfältige und


