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ſonders empfand er das, da er ſeine Schwäche mit der Kraft ſeines Bruders verglich.
Brian ſtand vor ihm, kraftvoller als jemals. Er ſchien mit ſeiner eiſernen Geſundheit Parade zu machen, er brüſtete ſich mit ſeinem zierlichen feſten Wuchs, mit ſeiner herrlichen Bruſt und ſchien mit einem Worte zu ſagen: — Beeilen Sie ſich nicht, Mylord, mein Bruder, verſcheiden Sie ganz nach Bequemlichkeit und laſſen Sie ſich Zeit zum Sterben, ich kann warten. 6
White⸗Manor konnte dieſen verhaßten Gedanken nich hegen und zu gleicher Zeit ſich den Anſchein eines gaſtliche Wohlwollens geben, wie er es anfangs verſucht hatte. Sei Haß gewann die Oberhand und blitzte aus ſeinem Blicke, während ein bitteres Lächeln ſeine Lippen zittern machte.
Wer nur die gewöhnlichen Geheimniſſe des menſchlichen Herzens kennt, wird die Unendlichkeit dieſes Haſſes begreifen. Brian hatte ihn angegriffen, Brian hatte ihn beſiegt und Brian war ſein Erbe.
Dieſer nun hatte ſeine Kälte wieder angenommen. Er verfolgte mit einer Art verachtender Neugier die Anſtrengun⸗ gen, welche der Graf machte, um ſeine Maske heuchleriſchen Wohlwollens wieder vorzunehmen. Nach und nach verlor ſich dabei bis auf die Erinnerung daran ſein früheres Mit⸗ leid, und er empfand weiter nichts mehr in ſeinem Herzen als feindliche Gefühle.
Auf dieſe Weiſe waren nach einigen Sekunden, die unter gegenſeitiger Beobachtung vergingen, und ohne daß ein Wort


