Stimme machte ihm heimliche Vorwürfe, während ſie zu⸗
lichen Verhältniſſen gar nichts gemein hatten, fühlte Brian doch, wie ihm ein eigenthümliches und bisher unbekanntes Gefühl das Herz beengte. Eine ſeit Jahren verſtummte Stimme ſchien ihm auf die Reihe von ernſten Familienbildern hinzuweiſen, welche rings an den Wänden hingen, und dieſe
gleich den verhaßten Namen ſeines Bruders auszuſprechen ſchien.
Unter der ſeltſamen Verhüllung eines verwegenen Skepti⸗ cismus, mit dem er ſich der Welt gegenüber umgab, beſaß Brian doch ein ritterliches Herz. — Vielleicht empfand er Reue. — Mindeſtens neigte er das Haupt, als ob er vor Scham die ſich kreuzenden Blicke aller ſeiner Ahnen nicht aushalten könne, er, der ſich unter ihnen zeigte, mit feind⸗ lichen Gedanken gegen ihren legitimen Nachfolger, den Erben des gemeinſchaftlichen Namens, den Mann, welcher den von Vater zu Sohn rein und unbefleckt erhaltenen Titel trug, das Zaupt des Hauſes mit einem Worte, deſſen Bildniß ein leerer Rahmen als Fortſetzung aller dieſer ehrwürdigen Bil⸗ der erwartete.
Er erinnerte ſich, daß der verſtorbenen Graf von White⸗ Manor ſterbend ſeine Hand in die ſeines Bruders gelegt hatte, daß die letzten Worte ſeiner Mutter ihn zur Liebe und Verzeihung ermahnten.
Seiner Mutter, deren edle Züge durch einen geſchickten Pinſel auf die Leinwand gebannt, ihm noch zu lächeln ſchienen .


