Teil eines Werkes 
3. Theil (1844) Die große Familie / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Zeit einen Seufzer der Schwäche auszuſtoßen, hielt das ſchöne Mädchen ſie aufrecht, lächelte ihr zu, ſagte ihr ſüße Worte und bedeckte ihre bleichen durchſchimmernden Hände mit Schweſterküſſen.

Clary lebte wieder auf und wurde doppelt gekräftigt durch die Nahrung wie die unverhoffte Zärtlichkeit, welche plötzlich ihr Lager umſchwebte. Sie fühlte ſich glücklich.

— Was für einen Hunger ſie hatte, das arme Kind! ſagte Suſanna; — wenn Sie ſich ſehen könnten, Clary, wie liebliche Farben wieder in Ihre Wangen ſteigen! Jetzt find Sie wieder ſchön wie ſonſt! . .. Wiſſen Sie wohl, daß ich, um Sie zu erkennen, zwei Mal tief in mein Herz ſehen mußte, wo Ihr Bild lebt .. . Aber ich bewahrte dort jeden Ihrer Züge ... dieſe ſcön, ernſte, nachdenkliche Stirn, die⸗ ſes ſo gute Auge, das meinem Elende gelächelt hat, dieſer liebe Mund, der mir einſt tröſtende Worte geſagt ... Wie bleich Sie auch waren, Clarh, meine liebe Curh, es regte ſich doch etwas in meinem Herzen, ſchon ehe ich Sie erkannt hatte . . . ich liebe Sie ſo ſehr, meine kleine Schweſter! .

Clary hatte die Augen voller Thränen.

— Dank! .. . Dank! flüſterte ſie.

Darauf von unwillkürlichem und plötzlichen Schrecken ergriffen, fügte ſie bebend hinzu:

— Aber Sie werden nicht ſtets bei mir bleiben können und wenn Sie nicht mehr da ſind, laſſen Sie mich noch ein Mal vor Hunger ſterben.