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geſpenſtiſchen Gegner eine ſo überwiegende Kraft entgegen, daß der Ausgang des Kampfes nicht zweifelhaft ſein konnte. Da Bembo ſich fürchtete, ſich gewaltſam in ein Geheimniß von ſo ſeltſamer Natur zu drängen, ſo entſchloß er ſich zu warten und machte die Thür wieder zu.
So war er Zeuge von allen dieſen Kämpfen, welche in der Folge zwiſchen dem Kranken und Rio Santo ſtatt⸗ fanden. In den Zwiſchenpauſen ſah er, wie dieſer, deſſen Kenntniſſe faſt univerſell waren, den Fieberkranken mit der Geſchicklichkeit eines vollendeten Arztes und der Sorgfalt eines zärtlichen Bruders pflegte.
Sein Geiſt erſchöpfte ſich in Vermuthungen. — Wer war dieſer Mann?
Bembo bekümmerte ſich nur inſoweit um das Geheim⸗ niß, als es den Marquis intereſſirte. Er errieth, daß hinter dieſem ungewöhnlichen Wachen am Bette eines Kranken et⸗ was Wichtiges ſtecken möge, und glaubte ſich nicht berech⸗ tigt, weiter zu forſchen, bevor nicht die abſoluteſte Noth⸗ wendigkeit dazu da war.
Indeſſen wurde Rio Santo von Tag zu Tage ſchwächer, er wurde bleicher als der Kranke im Alkoven ſelbſt, und Bembo ſah in ſeiner aufmerkſamen Beſorgniß den Augenblick kommen, wo dieſe unaufhörlich erneuerten Kämpfe eine wirk⸗ liche Gefahr herbeiführen würden. 3
Und ſo wartete er, bis ſeine unerläßlich gewordene Dazwiſchenkunft ſeinen Ungehorſam gegen die Befehle des Marquis entſchuldigen könne,


