Teil eines Werkes 
3. Theil (1844) Die große Familie / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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organifirt war, bewahrte doch ihren urſprünglichen Schmutz in den Augen eines redlichen Geiſtes.

Angelo Bembo verachtete aufs Gründlichſte dieſe Armee von Böſewichtern, welche in der Nacht von London exercirt und unzählige hierarchiſche Stufenleitern hat, vom swell-mob der niedrigſten Art und den irländiſchen Bettlern in den Kirchen an bis zum edlen Lord hinauf, der, mit ſeiner Un⸗ verletzbarkeit bekleidet, in der Kammer Geſetze votirt, über welche er am andern Tage in der gemiſchten Geſellſchaft ſeiner Lieblingstaverne lacht. Angelo kannte dieſen Krebs⸗ ſchaden der großen Stadt bis in ſeine kleinſten Einzelnheiten hinein; er wußte, daß die Familie der Diebe von London ſich aus allen Ständen rekrutirt, und durch eine Kette zu⸗ ſammenhängt, der kein einziger Ring der ganzen geknebelten Stadt fehlt.

Er wußte auch, daß der Marquis mit einer Geberde dieſe hundert Tauſend Mitglieder der furchtbaren Familie in Bewegung ſetzen konnte, und als Feldherr dieſer Horden ſchien ihm Rio Santo vorwurfsfrei, da er ſich mit ihrem Schmutze nur eines großen Zweckes wegen befaßte.

Er gehörte Rio Santo ganz, ſeine Ergebenheit hatte keine Schranken, weder der Marquis noch er ſelbſt wußte, wie weit dieſe gehen konnte, weil große Neigungen das Ei⸗ genthümliche haben, daß ſie nicht laut losbrechen und ſich in betheuernden Worten ergehen, ſie ſind zu inſtinktmäßig und unwillkührlich, als daß ſie ſich ſelbſt abſchätzen könnten.

Seit jenem Abende, wo der Marquis dem Fürſten