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er iſt nicht tödt .. Kuſch, Lovely, du ſiehſt ja, daß er ſchläft! . . . Don Joſé, im Namen Gottes, antworten Sie mir doch! Don Joſé! ...
Bembo verſuchte den Körper des Marquis aufzuheben, aber ſeine Aufregung raubte ihm alle Kraft, er vermochte es nicht, da ſtreckte er ſich der ganzen Länge nach auf den Teppich und legte ſich das Haupt Rio Santo's auf ſeinen Buſen.
Lovely legte ſich zu den Füßen ſeines Herrn nieder, mit feuchtem Auge und ſein Maul in der langen Seide des Teppichs einwühlend.
Bembo war niedergeſchlagen: wider ſeinen Willen ſtand die Ueberzeugung bei ihm feſt und er wußte jetzt, daß er bei einem Leichnam liege; Vembo hatte ein junges und war⸗ mes Herz, ſein ſchwacher Wille, der ganz dem höhern Willen des Marquis untergeordnet war, hatte nichts von jener vaſal⸗ liſchen Art, die gegen den Herrn leiſe taſtend proteſtirt und heimlich zur Verſchwörung treibt. Er liebte den Marquis, hatte Glauben zu ihm, ſeine vielleicht unüberlegte Ergeben⸗ heit war glühend und vollkommen. Er bewunderte Rio Santo ohne Schranken, da ſeine großen und verwegenen“ Pläne ihm nicht ganz unbekannt waren.
Seit langer Zeit verlebte er ſeine Tage beim Marquis, und dieſer, welcher unaufhörlich bei ſich ſelbſt die Gefahren und die Glücksausſichten des kühnen Spieles abwog, welches er in der Hand hielt, hatte ſich einen Theil ſeines Geheim⸗ niſſes entſchlüpfen laſſen. Das lebendige Verſtändniß Angelo


