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Die kleine Franzöſin ſtreckte den Kopf vor, um beſſer zu hören, aber in dieſem Augenblicke legten ſich die Hände des Blinden auf ihre Ohren und machten ſie taub.
— Ich glaube, das Geſpenſt meines Vaters geſehen zu
haben, Mylord! ſagte Suſanna ſchauernd.
Brian machte eine Geberde der Ueberraſchung.
— Das iſt ſeltſam, flüſterte er, — ſeltſam! . .9, da⸗ hinter ſteckt irgend ein Geheimniß .. Ich werde es durch⸗ dringen, Madame!
Tyrrel zuckte die Achſel verächtlich, ließ ſeine Hände los, und gab den Ohren der Frau Herzogin von. Gévres das Gehör wieder.
Suſanna erzählte, ihre Geſchichte fortſetzend, ihre An⸗ kunft in Wimpole⸗Street, der Lurus, mit dem ſie ſich plötz⸗ lich umgeben ſah, und die Drohungen, welche gegen ſie aus⸗ geſprochen worden waren. Sie ſprach von der am Bette Perceval's geſpielten Scene, und ſprach ſelbſt das bedeutungs⸗ volle Erkennungswort aus: Gentlemen der Nacht.
Als ſie zu Ende war, wandte ſie ſich zu Lanceſter, und heftete ihre großen ſchwarzen Augen auf ihn, deren Wimpern ſich bald ſenkten, während ſie ſanſt ſprach:
— Sie wiſſen jetzt Alles, Mylord, ich habe Ihnen Nichts verborgen; ich habe Ihnen die Pforte meiner Seele weit offen gethan, und jetzt iſt es an Ihnen, zu ſagen, ob ich noch würdig bin, Sie zu lieben.
Brian antwortete nicht gleich. — Zwei Thränen glitten zwiſchen den ſeidenen Wimpern des ſchönen Mäpchens herab.


