Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Die Tochter des Gehenkten / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Hier glauben wir einen Augenblick die Erzählung Su⸗

ſanna's unterbrechen zu müſſen. Dieſer Theil ihrer Geſchichte könnte in der That für Jemand unwahrſcheinlich ſein, der die Gerichtshöfe Londons nicht kennt, ſehr ehrenwerthe Ge⸗ richtshöfe ohne Zweifel, deren äußere Formen indeß die äußer⸗ ſten Grenzen des Grotesken erreichen. Unſere Advokatur zählt höchſt bedeutende Männer, und unſere Geſetzkundige haben einen europäiſchen Ruf, den wir nicht zu bezweifeln uns unterſtehn. — Aber wenn man zum Beiſpiel nach New⸗ Court hineinkommt während der Sitzung, muß man wirk⸗ lich plötzlich in ein Luſtſpiel zu kommen glauben, und denkt unwillkürlich an jene franzöſiſche Komödie: The litigious, men (es Plaideurs von Racine) wo ein Advokat von der Erſchaf⸗ fung der Welt ſpricht, bei Gelegenheit des Mordes eines Huhns Wenn unſere Formen blos veraltet wären, und nichts lächerlich, als blos die Kleidung unſerer Richter, ſo wäre das blos ein ſekundärer Uebelſtand, ein verzeihlicher Fehler, aber die Form wirkt auch auf die Sache und die Advokaten zurück, welche — die würdigen Gentlemen mögen es uns verzeihen! — noch lächerlicher fins als ihr Koſtüm.

Wer ſollte nicht über dieſe armen Geſchöpfe lachen, oder vielmehr Mitleid empfinden, die, von ihrer Flachsperrücke ganz erdrückt, Blut und Waſſer ſchwitzen, mit geſchloſſenen Fäuſten auf unſchuldigen Tiſchen hämmern, den Athem in unendli⸗ chen Perioden verlieren, huſten, ſchluchzen, ſich räuspern und das Alles blos um einen Alderman einzuſchläfern, oder auf

einen Beiſitzer Eindruck zu machen, einen unbeweglich daſitzen⸗

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