Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Die Tochter des Gehenkten / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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deſſen Gedanken wieder zu den Angelegenheiten des gewöhn⸗ lichen Lebens zurückzukehren ſchienen; — ich will nach Cornhill fahren, um meine Töchter zu beſuchen.

— Wie ſie erfreut ſein werden, die armen lieben Löch⸗ terchen, wagte die Wirthin zu ſagen und wandte ſich mit den Worten zu ihrem Mann: — willſt Du wohl die Winde herablaſſen, Elender!

Aber der Wirth blieb vor Schrecken ganz ſtarr, er war gewiß ein ganz verzweifelter Schuft, aber doch weit entfernt davon, auf der Höhe ſeiner Frau zu ſein; und die Gegenwart des Vaters bei der Opferung ſeiner beiden Töchter machte ihn vor Furcht und Entſetzen zu gleicher Zeit ſchauern.

Der Laird war indeſſen in der Mitte des Zimmers an⸗ gekommen und Miſtreß Gruff trennte allein ihn von ſeiner Tochter, die über dem gähnenden Abgrunde hing.

Die Wirthin war eine Frau von ſtarkem Geiſt. Dieſer drohenden Kriſis gegenüber, welche ſich vorbereitete, hatte ſie ihre ganze Kaltblütigkeit wieder gewonnen. Sie maß die Lage mit kurzem Ueberblicke, ohne ſich weiter Rechnung auf ihren Mann zu machen, deſſen Schutz ihr nicht mehr ſicher war. Sie rechnete ſich aus, bis zu welchem Punkte es vor⸗ ſichtig war, mit der chroniſchen Befangenheit des Lairds zu ſpielen, ſie war zum Theil keck, zum Theil klug; mit einem Worte: ſie combinirte einen von den ſchnellen Plänen, deren Verdienſt in ihrer gewöhnlichen Einfachheit liegt und welche bald einem jungen Weibe dazu dienen, ihren Mann in die beklagenswerthe, vom Pſalmiſten erwähnte Lage zu verſetzen