Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Die Tochter des Gehenkten / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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die Wirthin; — in fünf Minuten wird Ihr Zimmer be⸗ reit ſein.

In demſelben Augenblicke kratzte der Vogen über die Saiten der Violine hin und gab einen abſcheulichen Ton von ſich.

Mac⸗Farlane zog aus ſeiner Taſche eine Tartanmütze und zog ſie über beide Ohren, während Mr. Gruff auf ſo hölliſche Weiſe muſicirte.

So miſchten ſich die letzten röchelnden Seufzer der un⸗ glücklichen Clary mit den Tönen dieſes lächerlichen Spieles. Aber bald brach ihre Stimme unter der immer ſtärker wer⸗ denden Wirkung eines unbeſiegbaren Schlafes.

— Edward, murmelte ſie endlich mit einem letzten Seufzer — Edward .. ich liebte Dich — ich liebe Dich noch! O, Du wirſt nicht einmal erfahren, daß ich Dich noch ſirtend geliebt habe!

Sie verſuchte, ſich bis zu ihrer Schweſter zu ſchleppen, welche anmuthig auf ihrem Seſſel ausgeſtreckt lag und mit einem Engelslächeln auf den Lippen ſchlief.

Sie werden kommen, dachte ſie, denn ſie konnte nicht mehr ſprechen, — ſie werden kommen! — .. Vom Schlafe gehen wir zum Tode über .. . Arme Schweſter! Sie wird kein Grab haben, an dem Stephen weinen kann! .. Und ich! .. wer wird Edward meinen letzten Seufzer bringen?.

Sie ſank entkräftet neben ihrer Schweſter nieder, ſenkte den Kopf auf ihre Bruſt und ſtöhnte die letzte Klage: