3
Sie, geben Sie mir ihn wieder, und nehmen
Sie dafür den Dank einer Glücklichen! Obriſt. O halten Sie ein! Wenn Sie wüßten, wie Ihre Klagen mein Herz zerreißen! —
Emilie. Was ſeh' ich? Sie ſind bewegt, Thraͤnen
füllen Ihr Auge! O wenden Sie ſich nicht weg,
verbergen Sie mir dieſe Thraͤnen nicht, ſie ſind mir ein ſüßes Hoffnungszeichen! Wohl mir,
ich habe einen fühlenden Mann in Ihnen ge⸗
funden! Sie werden mein Ungluͤck nicht wol⸗ len, werden der Liebenden den Geliebten, der Mutter die Tochter erhälten „mich nicht hinab⸗ ſtoßen in den Abgrund der Verzweiflung!
Obriſt.
Was kann ich ſchwacher Mann gegen die ei⸗
ſerne Pflicht! Aber, ſeyn Sie verſichert, gu⸗
tes Kind, daß Ihnen ſein Leben nicht theurer
ſeyn kann, als mir, und daß ich alles für ſeine Rettung thun werde „ was ich ohne Ver⸗
letzung meiner Pflicht zu thun im Stande bin.
Emilie.
O dieſe Worte ſind mir der Troſt eines
Engels!


