ſich, die Welt, Alles, ſein ganzes Weſen erfüllte die Wonne die Geliebte durch ein Wunder geret⸗ tet zu ſehen!
Befremdet blickte die Erwachte um ſich, nicht begreifend, wie ſie hierher gekommen; da fiel ihr Blick auf Alonzo — plötzlich ſchien ſie, des Vergangenen ſich erinnernd den Zuſammenhang zu errathen: eine ſchöne Röthe färbte ihre bleiche Wange, von ſeligem Entzücken erglänzte ihr Auge, und mit ſüßen Flötentönen liſpelte der holde Mund: „Alonzo! Ihr mein Retter?!“
In nahmenloſer Luſt drückte der Ueberglück⸗ liche ihre dargereichte Hand an ſeine brennenden Lippen. Das Feuer ſeiner Küſſe ſchien Maria ihre volle Beſinnung wieder zu geben. Erſchrocken richtete ſie ſich auf und rief, ſcheu um ſich blickend: „Wo iſt mein Gemahl? Er iſt doch auch gerettet?“ Das Achſelzucken der Diener beantwortete ihre Fra⸗ ge zur Genüge. Schnell raffte ſie ſich empor und ſchritt raſch zu Klonzo hin, der, bey ihrer Fra⸗ ge wie vom Bliß getroffen, aufgeſprungen und, ſich die Augen mit den Händen bergend, einige Schrittezurück gewichen war: „Alonzo, mein Er⸗ retter“ ſprach ſie zu ihm: „Euer Freund, mein Gatte iſt ein Raub des Todes, wenn Eure Groß⸗ muth ihm nicht hülfreiche Hand leiſtet. In demſel⸗ ben Gewölbe, wo Ihr mich gefunden, muß auch


