Teil eines Werkes 
3. Band (1832)
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De Ruyter's Stellung auf dem Laffrell ſezte ihn der groͤßten Gefahr aus; ſo eben verſenkte er ſeine Depeſchen im Meere, als die Franzoͤſiſche Flaggenleine abgeſchoßen ward. Er und der Franzoͤſiſche Kapitain wa⸗ ren beſchaͤftigt, die Flagge wieder aufzuhiſ⸗ ſen, als Beide von hunderten kleiner Kugeln durchbort wurden, welche die mit Kartät⸗ ſchen geladenen Karonaden der Fregatte in ei⸗ ner vollen Lage auf das Verdeck der Korvette ſpien und dieſes ſaͤuberten.

Man fand ſeinen Koͤrper umhuͤllt von den Falten der dreifarbigen Flagge, unter der er ſo lange ſiegreich gekaͤmpft hatte, — nun war ſie ſein Leichtuch. Es ſey mir erlaubt, die Worte eines Rußiſchen Dichters zu ſei⸗ ner Lob⸗ und Grabſchrift zu borgen; ſie ſind ſeiner wuͤrdig und um vieles beßer, als was mein eigenes Gemuͤth mir eingeben koͤnnte:

„Er lebte und er kämpfte Fuͤr Aufllirung und Wahrheit. Unter Tapfern Der Erſte ſtets, konnt' ihn doch Ruhm nicht blendenz Sein Ehrgeis, groß und menſchenfreundlich, war, Zu weih'n ſein Leben, Leben's großem Zwecke!“