Teil eines Werkes 
3. Band (1832)
Einzelbild herunterladen

—

die Malayen am zahlreichſten. Sie ſind das

einzige Volk Indiens, das zwiſchen bekrie⸗ genden Mächten ſeinen eigenthuͤmlichen Ka⸗ rakter und ſeine Freiheit bewahrt hat; und dies ruͤhrt daher, daß ihre Freiheitsliebe groͤ⸗ ßer iſt, als ihre Anhaͤnglichkeit an einen be⸗ zeichneten Fleck der Erde, der zufaͤllig ihr Geburtsland war. Ihr Vaterland iſt da, wo ſie frei ſeyn koͤnnen, ſey es in Sandwuͤſten, oder auf Felſen. Sie ſind einfach in ihren Beduͤrfnißen, abgehaͤrtet, wehrhaft und un⸗ ternehmend; ein ſolches Geſchlecht koͤnnte nur wenige Theile der Welt finden, auf de⸗ nen es ſein Daſeyn nicht zu gewinnen ver⸗ moͤgte. Der Kokos⸗Nuß gleich, ſind ſie niemals weit vom Meere entfernt; und den Arabern ähnlich ſind ſie nicht gar zu aͤngſtlichen Ge⸗ wißens, um den Uberfluß reicher Fremdlinge zu ihrem eigenen Gebrauch zu verwenden. Welcher Menſch, der im Mangel lebt, em⸗ pfindet nicht den Wunſch, des Reichen Ei⸗ genthum zu theilen? Memmen betteln, Li⸗ ſtige betriegen, aber ein muthiger Mann nimmt mit Gewalt. Die durch übermacht oder Liſt gewonnenen Schäze Indiens und Aſiens werden laͤngs den Kuͤſten der Malayen nach Europa fortgefuͤhrt, und ſie wuͤrden die al⸗