Teil eines Werkes 
3. Band (1832)
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Die an den Indiſchen Meereskuͤſten und auf Indiens herrlichſten Inſeln umherverſtreu⸗ ten Malayen werden, der allgemeinen An⸗ gabe nach, als die unbaͤndigſten, verrathvoll⸗

ſten, unwißendſten und unbeugſamſten

baren verſchrien: „Kein gut Gepräge druͤckt ſich ihnen auf, Nur alles Boͤſen ſind ſie fahig.⸗ De Ruyter, der keinem allgemeinen übel⸗

wollen traute, und der, wo er ſelber urthei⸗

len konnte, ſich nie von Anderer Meinung befangen ließ, klaͤrte mich bald uͤber die wahre Denkart dieſes argverläumdeten Volkes auf. Ich fand, daß er ihnen nur Gerechtigkeit wi⸗ derfahren ließ, wenn er von ihnen ſagte, ſie ſeyen treu ihrem gegebenen Worte, großmu⸗

thig bis zur Verſchwendung und unbezwing⸗

lich herzhaft. Alle Verſuche Europäiſcher und Indiſcher Koͤnige, dieſes Volk zu unterjochen,

ſind fehlgeſchlagen. Wird ihm ein Theil ſeines

Landes durch uͤberlegene Gewalt entrißen, ſo verlaßt es dieſen mit ungebengtem Geiſte, er⸗ hält ſich ſeine unbeſiegbare Liebe zu perſoͤn⸗ licher Freihelt, und gewinnt ſich durch Erobe⸗ rung eine Heimath in benachbarten Staaten, oder auf Inſeln. An der Malabariſchen Kuͤſte

und auf den drei großen Sunda⸗Inſeln leben

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