Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
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lich iſt, Regimentsfahnen zu bemalen, und ſie zum Ge⸗ daͤchtniß der Nachwelt zur Anſchauung aufzubewahren. Mit welch einer zahlloſen Menge von Anſichten und Bildern, von neuen Gefuͤhlen und dauernden, angeneh⸗ men Erinnerungen bereichert man ſein Gemuͤth durch ſolch eine Reiſe! die Verdrießlichkeiten der Reiſe ver⸗ gißt man, aber das Angenehme bleibt uns; nach derſel⸗ ben guͤtigen Ordnung der Natur „ nach welcher der Kranke ſeine Leiden vergißt, und neben der Freude uͤber ſein Wohlbefinden auch die Ruͤckerinnerung an die kleinſten Umſtaͤnde ſeiner Wiedergeneſung behaͤlt. Ich weiß nicht mehr, was Seekrankheit iſt, obſchon ſie ei⸗ nen leidenvollen Theil meines Journals einnimmt. Es gab eine Zeit an Bord, wo die bittere Ale entſchie⸗ den truͤb geworden, und als der Schiffskoch in Conſtan⸗ tinopel deſertirt war, waͤhrte es ſehr lange, ehe ſich ſein Nachfolger einrichtete. Solcherlei Ungemach ſchwindet aus der Erinnerung mit dem beruhigenden Einfluſſe der Zeit, aber tauſend ſchone Reiſeeindrucke werde ich hoffentlich mein ganzes Leben lang bleibend in meinem Innern erhalten. Nur ein paar Tage lang ſah ich die glänzenden Saͤulen des Parthenon unter ihrem blauen Himmel ſchwimmen, aber haͤtte ich ſie vovn Kindheit an ſo geſehen, es wuͤrde mir kaum ein leben⸗ digerer Eindruck davon geblieben ſein. Wir ſahen Cadir nur eine Stunde lang, aber dieſe weißen Ge⸗ baͤude, und dieſe herrliche, blaue See, wie klar ſchweben