Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
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Augen, und einem ganz grauen Barte. Er ließ nicht die mindeſte Klage laut werden und ſchlich, waͤhrend er ſchmerzlich mit den Achſeln zuckte, ruhig auf die Seite. Der Anblick dieſes empoͤrenden Betragens verſtimmte mich außerordentlich. Ich ſchrie dem verwuͤnſchten Laquai zu, er ſolle ſeine Hand im Zaume halten, und verbot ihm ein fuͤr alle Mal, in meiner Gegenwart Jemanden zu ſchlagen. Aber es iſt dies die allgemeine Sitte. Die Peitſche iſt in Jedermanns Hand; die Vorlaͤufer des Paſchas, wenn er laͤrmend uͤber den Mackt hinzieht; der Bediente des Doktors, wenn er ge⸗ hetzt den Haufen durchdringt; der Negerſtlave (ſobald er zu Pferde ſitzt, der Unverſchamteſte von Allen), ſie ſchlagen und hauen um ſich herum, und nie hat man gehoͤrt, daß auch nur ein einziger von den Gemißhan⸗ delten ſich beklagt hatte.

Wie aber wäre es moglich, die Schoͤnheit der Straßen zu beſchreiben? — Dieſe phantaſtiſche Pracht; dieſe Mannichfaltigkeit der Häuſer, Bogengaͤnge, die uͤberhaͤngenden Dächer, Balkone und Säulengänge; die herrlichen Wechſel von Licht und Schatten, die daruͤber hingleiten; der Laͤrm, das Leben, das bunte Schimmern der Volkshaufen; die unendlich weiten Bazars, mit ihrer auslaͤndiſchen Herrlichkeit! In Cairo können Maler ihr Gluͤck machen, und Stoff iſt fur eine ganze Kuͤnſt⸗ leracademie zur Genuͤge vorhanden. Ich ſah nie ſo viel Leben, nie einen ſolchen Reichthum von architekto

Aufzeichnungen. ll. 10