Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Einzelbild herunterladen

„Was wollen Sie damit ſagen?« fragte ich. „Es uͤberraſchte mich, in der Naͤhe der un⸗ bewohnten Tamboe⸗Eilande eine ganze Flotte von Proen zu gewahren. Ich hielt ſie für Seeräuber und lief zwiſchen ſie. Sie lagen dicht am Strande und der groͤßte Theil der Bemannung entfloh. Einige ſtießen ab und zuchten das hohe Meer zu gewinnen, aber ich zwang ſie, mit Ausnahme von zweien oder dreien, wieder umzukehren; da ſprang die Mannſchaft derſelben ebenfalls uͤber Bord und ſchwamm der Kuͤſte zu. Ich unter⸗ ſuchte die Fahrzeuge und fand, was ich im Voraus angenommen hatte, daß ſie Malayen⸗ und Mohren⸗Seeräuber waren. Sie hatten eine Fahrt nach der Sudoſt⸗Seite von Bor⸗ neo gemacht und dort die Eingebornen uͤber⸗ fallen, die in ſchwimmenden Haͤuſern leben, welche an Bäumen befeſtigt ſind, weil ihr Land wahrend der Regenzeit und noch einen Theil des Jahres nachher, uͤberſchwemmt iſt. Entkommen konnten die nicht, denn die Räu⸗ der fuhren mit ihren Kaͤhnen zu den Haͤuſern heran, machten ſie, ihre Weiber und Kinder, zu Gefangenen, weil ſie ſich nicht zu wehren, noch zu enfliehen vermogten. Mit ihren leben⸗ digen Ladungen waren ſie dann in See ge⸗ gangen und hatten bei den Tambve⸗Eylanden

8*