Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
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alter, faſt zweitanſend Jahre im Grabgewölbe geweſen, die man mir auf Isle de France zeigte, ſah nicht alterthuͤmlicher aus, als die alte Kamalia, und hatte eben ſo viel Anſchein

lebendigen Saftes, Fleiſches und Blutes, als

dieſer Alten zuſammengeſchrumpfte, verwit⸗ terte und ausgedorrte überbleibſel. Hier war den Wuͤrmern die Speiſe entzogen. Ihre ſchwärzlich⸗blaue Haut bedeckte nichts andres, als dürres, ſaftloſes Gebein; ein bleich karmoi⸗ ſinrother Strich, das lezte kleine Troͤpfchen Blut, faͤrbte noch eine Ader an der Schläfe; ein kleines Gewirr greiſer Haare bedeckte, gleich wie graues Moos den verwitterten Baumſtamm, oder als wenn eine Spinne ihr Nezgewebe uͤber ihren Scheitel hingeſpannt hätte, die nackte Hirnſchaale; ihre Arme und ihr Koͤrper waren trocken zum Zerbroͤckeln. Ich umwickelte ihren Koͤrper mit ihrem eige⸗ nen Barrakan, hob ihn in die Hoͤhe und trug ihn nach einer abgeſonderten Kajuͤte. Sie war nicht ſchwerer, als ein Buͤndel Schilf. Ich druͤckte ihre ſtarren Augen und ihren haͤuti⸗ gen Mund zu.

Jezt brach der Tag an; ein Matroſe rief: »Brandung, grade vor uns!« und doch konn⸗ ten wir mit dem Senkblei keinen Grund fuh⸗