Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
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lich, denn war ich auch mit Anwendung mei⸗ ner ganzen Kraft bis auf Armlaͤnge einem Felsblocke nahe gekommen, ſo riß mich der Gegenſtoß wieder zuruͤck, gleichſam um mich zu verhoͤhnen. Zulezt voͤllig erſchoͤpft und am ganzen Koͤrper blutend aus Wunden, welche die lanzetſcharfen Spizen der Korallenriffe mir beigebracht hatten, gegen die ich von Zeit zu Zeit getrieben wurde, fuͤhlte ich, daß ich unterginge. Ich glaubte, mein Ende ſey nun da, und ich muß ſagen, daß der Tod durch Ertrinken nicht ſo graͤßlich iſt, als er darge⸗ ſtellt wird. Vielleicht erſchien er mir minder bitter nach der langen Anſtrengung, nach Hun⸗ ger, Blutverluſt, Erſchoͤpfung und bei der huͤlfloſen Lage, in der ich mich befinden wuͤrde, falls ich zum Landen kaͤme. Wie dem auch ſeyn mag, eine Empfindung von Ruhe, die faſt zum Vergnuͤgen ſich ſteigerte, ergriff mich, als das Waßer uͤber meinem Kopfe zuſchlug. Weil ich noch einige Augenblicke unwillkuͤhr⸗ lich oder krampfhaft mich bewegte, ſo kann ich mich noch erinnern, daß es mir ſchien, als wuͤrde ich unter dem Waßer gehalten, koͤnne aber nicht verſinken. Nun folgte ein Schmerz, als braͤche mein Herz — und das Leben war entflohen.«