Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
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herum, und ich gewahrte nun unſere Gefähr⸗ tin, die Korvette, deren ſchwarzer Rumpf und weiße Seiten ganz allein den vom Mond⸗ licht hellen Horizont unterbrachen, gleich wie ein Meergeiſt, der auf gräͤnzenloſen Fluthen raſtet. Vertieft im Anſchauen der wunderglei⸗ chen Schoͤnheiten einer Nacht im Oſten, blie⸗ ben wir Stundenlang ſchweigend, und nach dem Gewirre dieſes Tages brachte eben dieſe Stille eine uͤbernaturliche, zauberhafte Wir⸗ kung auf das Gemuͤth hervor, die beſaͤnfti⸗ gender war, als der Schlaf. Der Mann, der gewöhnlich das Steuerruder handhabte, rief im Schlafe aus: »feſt! feſtla ſogar unſere gewoͤhnlichen Ublichkeiten des Abloͤſens der Wache waren unterblieben, und die Schild⸗

wache, ſich gar nicht bewußt, daß ihre Wach⸗

ſtunde abgelaufen ſey, ſchlummerte auf ihrem Wachpoſten bei den Gefangenen; des Schla⸗ fes Balſam heilte die Verwundeten und ſezte die Gefangenen in Freiheit, die vielleicht von Jagden auf den heimathlichen Gebuͤrgen träum⸗ ten, oder waͤh⸗ten, mit ihren Kleinen oder mit deren Muͤttern zu koſen, und doch beſtimmt wa⸗ ren, gefeßelt zu erwachen, gleich wilden Thieren im ſcheußlichſten der Kerker, im tiefen Schiffs⸗ raume unter dem Waßer angekettet, wo nur Tod oder Sklaverei ſie erwarteten.