Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Einzelbild herunterladen

——

— —

er endlich voͤllig uͤberwaͤltigt flehete, ſo gut er Toͤne hervorzubringen vermogte, barmherzig zu ſeyn und ihn nicht zu erdroßeln. Ich ſchnuͤrte ihn noch feſter, bis der Schweiß von ſeiner Stirn traͤufelte, wie der Regen vom Bretter⸗ dach eines Schoppens. Dann gaben wir ihm ein Beiſpiel von Durchpeitſchen, welches er nie vergeßen konnte.

Die Folge davon laͤßt ſich in wenigen Wor⸗ ten erzaͤhlen. Bei der Ruͤckkehr zur Schule begann unſer Prieſter und Meiſter — denn er war ein Geiſtlicher — ein Vorgefuͤhl von dem zu bekommen, deßen ich und ſeine Zoͤg⸗ linge faͤhig waͤren. Der ſchreckliche Bericht, den der Unterlehrer von meiner Gewaltthaͤ⸗ tigkeit machte, erweckte ihm die Beſorgniß, daß die Heiligkeit ſeines Standes und geiſt⸗ lichen Gewandes nur allein geehrt worden, weil wir am erfolgvollen Widerſtande ver⸗ zweifelten; daß wir aber, nachdem des Sieges Suͤßigkeit einmal von uns gekoſtet war, an⸗ maßend genug ſeyn moͤgten, ſeinen Befehlen den Gehorſam keck zu verweigern; daß mein Einfluß und mein Beiſpiel die Andern ermu⸗ thigte, und daß er taͤglich ſein Anſehen mehr verlieren wuͤrde. Die Zuͤchtigung des Unter⸗