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ſeltene Tinctur pries — wünſchte gute Nacht, ermahnte, ſich mit anbrechendem Tage zur Abreiſe bereit zu halten, und verſchloß die Thür mit großer Sorgfalt.
Der Gefangenwärter Michael trat, als der Morgen zu dämmern anfing, ſchlaftrun⸗ ken in die Stube der Pilger, und forderte ſie mit rauhen Worten zum Abzuge auf. Eine volle Flaſche Wein ſtand noch auf dem Tiſche. Loor bot ihm ein Glas, das der Lüſterne freundlich greiſend ausſtürzte, aber auch in dieſem Augenblicke in die drohenden Mündungen einer geſpannten Doppelpiſtole ſah. „Nur ein Laut, und vier Kugeln zerſchmettern Deine Bruſt,“ donnerte ihm Herrmann zu. „Geſchehen ſoll Dir nichts leides, aber für einige Stunden ſollſt Du unthätig ſeyn.“ — Michael ſtand wie eine Bildſäule, Loor band ihm die Hände auf den Rücken, und trug ihn mit Herrmann auf ein Bett, an deſſen Geſtelle ſie ihn mit
Stricken befeſtigten, und ihm bei Todesſtrafe
Ruhe geboten. Schnell eilten ſie dem Ge⸗.


