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der. Stephanie betrachtete das Bild und
ſtand in holder Verwirrung. Aus ihren Au⸗
gen leuchtete das Morgenroth der ernen en⸗ gelreinen Liebe; es zog ſie fort und hielt ſie feſt, und auch Herrmann wußte keine Rede zu finden, und ſchwankte in Zagen und Hof⸗ fen. Man hörte Fußtritte auf der Treppe, und ſie gingen Beide auseinander, ohne ein Wort zu ſprechen; ein flammender Wechſel⸗ blick und des Buſens wallende Bewegung ſprachen die Gefühle des Herzens aus.
Kaum hatte die Sonne aus ihrem Flam⸗ men⸗Bette aufgetaucht, als Herrmann vom
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Lager aufſprang. Er wollte dieſen Tag —
es war der 15. Juni, ſein Geburtstag —
mit einem Feſte, dem Herzen gegeben, begin⸗ nen, und ſich ganz ungeſtört im lieblichen
Anblicke des theuren Bildniſſes erfreuen;
allein er vermochte nicht lange die trunkenen Blicke auf das Gemälde zu heften, denn ſein
Inneres war aufgeregt, wie die Tiefe des


