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dem ritterlichen Muthe ihres Vaters hörten, aber das ſanfte Mädchen freute ſich deſſen wenig, denn ſie dachte dabei beſtändig an die Gefahren, die ihn umgaben, und an die Schrelkniſſe und Drangſale ſo vieler Städte und Menſchen. Als Herrmann einſt von der Beſtürmung eines feſten Fleckens erzählte, und wie die Kroaten und Panduren eine Kirche in Brand ſteckten, in welche ſich die Greiſe, Kinder und Weiber geflüchtet hatten, da wurde die Jungfrau bleich wie ein Mar⸗ morbild, faltete die Hände, und ſchaute, von einem unſäglichen Schmerz ergriffen, gegen den Himmel. Von dieſem Augenblicke an drückte ſich ihr Bild unauslöſchlich in das Herz des Jünglings, und er konnte ſein Auge nur noch ſchüchtern zu ihr erheben. Einmal, als die Knaben wieder Kriegs⸗ geſchichten hören wollten, ſagte Stephanie recht freundlich bittend: „Bruder Herrmann!“ — Bruder und Du nannten ihn die Geſchwi⸗ ſter, nicht nur auf des Vaters Geheiß, ſon⸗ dern aus volem Herzen, denn der muthige


