Teil eines Werkes 
2. Band (1831) Wohlthat um Wohlthat
Entstehung
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Freunde, was er, nachdem ſo manches Jahr ohne weitere Kunde von William verlaufen war, nicht mehr geheim halten zu dürfen glaubte; daß näm⸗ lich der junge Wildfang ihm auch aus der Ferne her einen neuen Beweis ſeines guten Herzens gegeben. Von Italien aus hatte er einen an⸗ ſehnlichen Wechſel mit der Bitte, den Geber nicht zu nennen, und mit der Aufſchrift geſen⸗ det: „Zur Unterſtützung der beiden armen Kna⸗ ben.“ — „Sie wiſſen wohl,“ ſetzte der Amtmann hinzu, „durch welchen reichen Segen ſich dieſe Wohlthat belohnt hat.“

„O möchte er doch wieder kommen,“ rief Werner aus, „um ſich nun auch ſelbſt der ed⸗ len Früchte ſeiner ſchönen Ausſaat zu erfreuen!“

„Ich zweifle, ob er jemals ſeine Zuſage er⸗ füllt!“ ſagte Lohrbach. „Hat ihn der Weg des ungeregelten Weltgenuſſes immer tiefer abwärts geführt, ſo iſt er jetzt wohl todt, vder doch für die Freundſchaft verloren. Führte ihn aber, wie ich immer hoſfe, die lenkende Hand eines gütigen Schickſals zur rechten Erkenntniß ſeiner ſelbſt und des Lebens, ſo ſteht es noch dahin⸗