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Kleine Novellen : vier Bändchen / von A.G.L. Toussaint
Entstehung
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aber er fühlte auch zu wohl, wie ſehr er ſich verplaudert, als daß er ein weiteres Wort hätte wagen ſollen.

Der Regent erſparte ihm längere Ungewißheit.

„Man hält es bei uns Spaniern für einen Mißgriff, den Dolch zu ziehen und nicht zuzuſtoßen,“ ſtüſterte er Adrian zu. „Cecco iſt ein gefährlicher und tollkühner Menſch, der, wenn er in Ungewißheit wäre, den wahn⸗ ſinnigſten Entſchluß faſſen könnte. Jetzt müſſen Sie Alles wiſſen. Ihr ſeid Schuld, daß ich jetzt mit Gewalt durch⸗ ſetzen muß, was ich gerne auf milderem Wege verlangt hätte.“

Dann wandte er ſich mit ſtrenger Würde zu Entra⸗ das und ſprach:

„Mein Amtsgenoſſe war zu voreilig, aber er ſprach ein Wort, welches früher oder ſpäter jedenfalls hätte ge⸗ ſprochen werden müſſen. Der Hof von Brüſſel iſt über die nächſte Umgebung des Prinzen höchſt unzufrieden, weil ſie den Einfluß, welchen ſie auf Seine Gnaden hat, miß⸗ braucht, um ſeinem Geiſt und Charakter eine Richtung zu geben, welche ihn zu Betrachtungen und Handlungen führen kann, die verderblicher für ihn, als gefährlich für die Ruhe des Königreichs find.“

„Dieß Mißtrauen, Durchlaucht,“ — fiel der Sekre⸗ tär ein.

„Fragt Euer eignes Gewiſſen, ob es gerecht iſt. Ich will nicht von der Art und Weiſe ſprechen, mit der Ihr den jungen Prinzen gegen Perſonen einnehmt, die mehr ſeine wahren Freunde ſind, als Ihr es wiſſen dürft. Die⸗ ſer Augenblick ſelbſt liefert den Beweis davon — aber bedenkt, was in den letzten Tagen vorgefallen iſt; . . . . Ihr erbleicht, weil Ihr Euch deſſen erinnert, was Ihr in der letzten Zuſammenkunft mit dem Herzog Infantado beſchloſſen habt, wobei Ihr Don Fernando eine Rolle habt ſpielen laſſen, deren Wichtigkeit er nicht kennt, deren Verantwortung aber auf Euch kommt — Ihr zittert, weil Ihr wißt, mit welchem Vorhaben Ihr Euren jungen Herrn dazu bewogen habt, um eine Unterredung mit ſeiner