Teil eines Werkes 
1. bis. 3. Bändchen (1847)
Entstehung
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darum achte auf das, was ich ſage, laß Deine Mutter oder weiſe Freunde Mittler zwiſchen ihr und Dir werden.“

„Sie verſteht mich nicht,“ rief Arnold in ſchwärme⸗ riſcher Aufregung gen Himmel blickend. „Frau, Ihr ſeid eine laue Chriſtin.“

„Und Ihr ein übel berathener junger Menſch,“ ſprach Frau Reiniersz, „der, die Erfahrung grauer Haare nicht achtend, blindlings ein Joch von Elend auf ſich ladet und hartnäckig ſeine eigne Meinung für die allein richtige hält, trotz der treuen Ermahnungen einer Mutter.“

„Die Meinung iſt Gottes Wille, Mutter,“ ſprach er mit Feuer; „und ich habe den beſten Theil gewählt und wenn ihr alſo ketzeriſche Anſichten in Eurem Hauſe be⸗ fördert oder zulaßt, daß Andere die befördern, und wäre unter den Andern auch Johanna, dann lebt wohl in Gottes Namen, Mutter; ich komme nicht mehr über Eure Schwelle.“

Und er wickelte ſich feſter in den Mantel und

ing 8 rtold, Arnold!“ rief die Wittwe, ihn ſchnell am Arme faſſend. „Laß uns ſo nicht ſcheiden. Ruhe erſt aus und ſieh Dich einmal nach Deiner Schweſter um.“ „Grüßt ſie von mir, ich kann ſie jetzt nicht ſehn; ich würde ihre Fragen weder dulden noch beantworten und ich habe die Pflicht ſchon zu lang verſäumt, an die ein GSid mich bindet. Mein Pferd wartet dort vor der Shür

Doch kehrte er noch einmal zurück, warf ſich noch 3

einmal an ihre Bruſt.

„Mutter, Ihr ſagt wohl, laß uns in Frieden ſchei⸗ den; aber um aller Heiligen willen! Bewahrt meine Schweſtern — Ihr habt am letzten Tage Rechenſchaft von ihnen zu geben.“

Und er drückte heftig ihre Hände und ſeine glühenden