Teil eines Werkes 
1. bis. 3. Bändchen (1847)
Entstehung
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Arme machten es ihm unzweifelbar, daß die ſchwache Jungfrau zur Glaubensheldin werde, ſobald die Stunde der Prüfung da ſei, daß ſomit jeder fernere Verſuch nur unnütz ſein könne. Er kannte jetzt die Kraft des Glau⸗ bens. Er war zu ſehr Chriſt, als daß der Aerger oder die Kränkung über das Mißlingen all ſeiner Bemühungen ihn zu harten Worten des Zornes hütten führen ſollen, und die Bitterkeit, welche vielleicht in ihm aufwallte, be⸗ wältigte er mit ſeiner kräftigen Selbſtbeherrſchung.

„Gott im Himmel weiß, daß ich das Meine gethan habe, meinen Fehler wieder gut zu machen,“ ſprach er mit ſanfter bebender Stimme, und dann fuhr er lauter und ernſter fort:

„Möge es Euch in Ewigkeit nicht gereuen, mir nicht gefolgt zu haben; wenn Ihr mir aber ſpäter noch folgen wollt, dann, Ottilie, kommt und holt Euch Troſt bei mir, der nicht für Euch ſchweigen wird und wenn Ihr

recht müde ſeid, ruhet dann an dieſer Bruſt aus „

Dann wandte er ſich um und wollte gehen; heftig ergriffen folgte ſie ihm und trachtete ſeine Hand zu faſſen, aber „bis dahin ſind wir einander fremd“ — ſchloß er ſanft, aber mit hohem Ernſt, während er ſie von ſich abwehrte.

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Noch ein anderer Kampf harrte Balduins in Lauer⸗ neſſe: der gegen Paul, den er mit ſich nach Wyk⸗by⸗ Duurſtede führen wollte. Er fand ihn zuſammen mit Johanna; ſie wandelten auf und ab in der düſtern Bu⸗ chenallee eines kleinen Wäldchens, welches gegen Süden das Schloß umgab, und ſchienen Beide in ernſtes Ge⸗ ſpräch vertieft. Kaum ſah der Deutſche den Prieſter, als er ihm entgegeneilte:

„Endlich! Mein edler Beſchützer!“ rief er in einem Tone, aus welchem eher der leidenſchaftliche Jüngling