Teil eines Werkes 
1. bis. 3. Bändchen (1847)
Entstehung
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der da lag, wie ein umgepflügtes Feld, bereit, die gute Saat zu empfangen. Denn wahrlich, der Geiſt dieſes Volkes iſt frei und groß, er iſt reif für das Licht; mit ehrerbiethiger Freude wurde hier Alles aufgenommen, was die Reformatoren zur Verkündigung unter allen Chri⸗ ſten nützlich glaubten. Auf Holland war ſchon ſeit lange ihr Auge gerichtet. Johannes Busſcher, ehemals Capuziner⸗ monch, nun ein glühender Prediger des Wortes war in meiner Abweſenheit in dieſe Grafſchaft geſchickt worden; er verweilte noch zu Embden bei Evzard, dem Grafen von Offfriesland, der ſich der Lehre der Evangeliſchen warm annahm.

Bertmanns Worte hatten meine Sehnſucht nach Utrecht geweckt; Melanchthon fand meinen Wunſch billig und willigte ein; es wurde beſchloſſen, daß Busſcher mein Gefährte und Mitgenoſſe ſein ſolle und man ſchrieb ihm, mich in Embden zu erwarten. Ihr könnt euch denken, wie heiß ich wünſchte, mit dem Manne zuſammen zu treffen, wenn ich Euch ſage, daß er denſelben Namen trug, wie der Mönch, von welchem Bertmann mir geſprochen und daß er alſo mit dieſem leicht eine Perſon ſein konnte. Ueber das Schickſal unſeres Meiſters konnte ich vor mei⸗ ner Abreiſe keine Kunde mehr erlangen, ich mußte fort. Als ich nach Embden kam, fand ich Busſcher ſchon nicht mehr.

Ein greller Pfiff ertönte — Enriquez ſprang er⸗ ſchrocken auf.

„Heilige Jungfrau, wie konnte ich vergeſſen man hat mich gewiß erwartet; es wird Verweiſe reg⸗ nen, Gott ſei Dank, daß das Edelfräulein mich ſtets in Schutz nimmt!“

Und der leichte Sinn der Jugend ließ ihn die ganze ihn ſo ſehr feſſelnde Erzählung vergeſſen, nun ſeine Dienſte ihn riefen, wie er eben erſt dieſe Dienſte vergeſſen hatte 5 als die Erzählung ihn lockte. Einen Augenblick ſpäter