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„Etwas, wonach ihr nie fragen dürft, wenigſtens, wenn es euch lieb iſt, von Eurem PVater anerkannt zu werden.“
„Anerkannt? Ich bin alſo ein ehelicher Sohn?“
„Nein, aber da er nur Baſtardſöhne hat, ſo könnte es leicht geſchehen, daß er viel für euch thäte. Er hat euch wohl nie geſehen, aber wenn er von euch hört, daß ihr zu einem hübſchen, friſchen Junker aufgewachſen ſeid, dann hat er ſich nicht zu ſchämen, wenn ihr ihn Vater nennt, wenn nur eure Mutter nicht .
Meine wiederholten Fragen nach meiner Mutter, die er ſtets verwirrt und undeutlich beantwortete, über⸗ zeugten mich nur allzu ſehr, daß auf ihr ein ſchweres Vergehen ruhe, welches er aus Schonung für mich ver⸗ ſchwieg; daß meine Nuhe und vielleicht ſelbſt die Ihre es noͤthig für mich machten, ſie als eine Ver⸗ ſtorbene zu betrachten, und „. O Enriquez, fühlt ihr, wie viel Peinigendes darin liegt, an eine Mutter anders als mit Ehrerbietung denken zu müſſen, ſie nicht für das Höchſte und Reinſte halten zu mögen, was die Schoͤ⸗ pfung kennt, in ihr nicht das Urbild jeder Tugend ſuchen zu dürfen *
Und Paul erhob die ſeelenvollen blauen Augen, die wehmüthig und in Thränen glänzten, zu ſeinem jungen Juhörer. Dieſer hatte ihn verſtanden, er drückte ihm mit Innigkeit die Hand und fügte faſt zögernd hinzu:
„Und doch find nicht alle Mütter der Inbegriff al⸗ ler Tugend, denn dann würde die meine 4
„O ſprecht nicht ſo, im Namen Chriſti, eures Heilandes und des meinen, glaubet daran ſo lang ihr nur könnt; zweifelt lange, ich konnte das nicht mehr, darum iſt ſie auch die Todte für mich, von der man ſchweigt, wenn man nichts Gutes von ihr ſagen kann. Mein Vater muß ein großer und mächtiger Herr ſein, der damals am burgundiſchen Hofe lebte, der viel Un⸗ glück gehabt haben muß und vor Allem auch viele Feindez
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