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das konnte voch nur Einfluß des Böſen ſein, das war viel⸗ leicht ein erſter Schritt zum Verderben ſeiner Seele. Auch ſank Enriquez, wie gelähmt vor Eutſetzen, auf eine Bank zurück, und ſchaute mit ſtarrem Blick und weitgeoffnetem Munde auf Paul hin, ohne eines Wortes weiter mächtig
u ſein.
Paul ſelbſt erſchrak über dieſen Eindruck, und blieb nun, wo ſeine erſte Aufregung vorüber war, ſchweigend ſitzen, denn er ſah zu ſpät ein, daß er ſehr Gefährliches geſprochen.
Und dennoch war dieſer unvorſichtige Ausbruch zu ent⸗ ſchuldigen. Er hatte bereits ſo lange hinterm Berge gehalten, er hatte ſo manche Fragen ausweichend und un⸗ genügend beantworten müſſen; es lag etwas ſo Feiges in dieſem ſich Verbergen vor ſich ſelbſt, und er war doch ein Jüngling, er hatte Muth, Feuer, Begeiſterung, un⸗ widerſtehliche Begeiſterung für die Sache, der er ſich ge⸗ weiht hatte. Und jetzt, wo er ſich zu einer beſtimmten Antwort gedrungen ſah, wenn man ihn nicht vielleicht durch dieſes ewige Ausweichen für einen unbedeutenden Prahler halten ſollte, nun wo er ſich berufen ſah, von ſich ſelbſt Zeugniß zu geben, wenn auch vor einem, der tiefer ſtand, wie er, nun vergaß er, was ſein geſundes Urtheil ihm ſonſt ſtets ſagte, daß Uebereilung eine ſchädliche Ver⸗ itrung ſei und kein chriſtlicher Muth.
„Unbeſonnener!“ rief er endlich ſich ſelbſt zu „„ℳich hatte es dem Generalvicar verſprochen! „
„Unglücklicher, Verlorner!“ ſprach Enriquez, der nun auch wieder Muth faßte; „kehrt zurück, o kehrt zurück von einem gefährlichen Weg! Luther — und er bekreuzte ſich — Heilige Jungfrau! das iſt doch abſcheulich, v das kann nicht wahr ſein, Ihr ſeid kein Jünger dieſes Mannes. Ihr habt mich im Scherz bethören wollen, wie könnte ſonſt der Vicar, der Generalvicar ſelbſt Euer Beſchützer ſein? O ich bitte Euch, wiverruft die argen Worte, ſagt,


