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ſpreche Euch, würdiger Herr, ich werde dieſe Begegnung ₰
nicht vergeſſen.“
„Ich bin der Generalvicar ſelbſt,“ ſprach der Geiſt⸗ liche zu Paul, als ſie allein waren und fügte dann freund⸗ lich hinzu:
„Auch ohne dieſen Brief ſeid Ihr mir empfohlen, Euer Geſicht trägt eine Aufſchrift, welche zu jedem Her⸗ zen ſpricht. Ihr ſeid ein Deutſcher und kommt wahrſchein⸗ lich von Wittenberg?“
Freudig überraſcht beugte der Jüngling bejahend das Haupt. *
„Ich weiß, von wem Euer Brief ſein muß. Iſt er wohl? Hat er jetzt Ruhe? Ihr müßt mir viel von ihm erzählen. Eine glückliche Leitung führt mich hierher. Ich muß einen Beſuch auf einem benachbarten Schloſſe ma⸗ chen, aber das Evelfräulein von Lauerneſſe iſt gaſt⸗ frei und ihr könnt mir kühn folgen. Packt jetzt Euere Sachen zuſammen, ich rechne unterdeß mit Eurem Hoſpes ab, aber eilt euch, denn wir haben nicht viel Zeit, meine Knechte haben ſchon zu lange mit den Pferden gewartet und ich ſtelle nicht gerne die Geduld von Menſchen oder Thieren auf zu ſtarke Proben.“
Es lag etwas freundlich Gebietendes in dem Tone, mit dem der Viear dieß ſprach und Widerſpruch war kaum möglich. Auch war es dem Jünglinge zu wichtig, dieſen mächtigen Beſchützer gefunden zu haben, als daß er ſich nicht gerne in deſſen Wünſche hätte fügen ſollen. Seine kleinen Zurüſtungen zum Abzuge waren bald ge⸗ macht, ein flüchtig, aber darum nicht weniger herzliches Lebewohl wurde noch Stinchen zugerufen, dann ritt er auf dem Pferde eines der Knechte ruhig neben dem Vicar her. Es wird nöthig ſein, deſſen plötzliche Erſcheinung näher zu erklären. Er war hinzu gerufen worden. Stinchen hatte Pferdeſtampfen gehört und war ſchnell herausgegangen. Da ſah ſie, daß ein Geiſtlicher auf der Straße hinritt und eben ihrem Hauſe nahte. Sein Ehr⸗


