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ſchen, ihn zu begrüßen beim Eintritt in ſeines Vaters Stadt?“
Dieſe Erinnerung genügte, Alle in Bewegung zu ſetzen; ſie drängten ſich jetzt ſämmtlich, die Einen mit wirklicher, die Andern mit erheuchelter Herzlichkeit, jene freudig und bereitwillig, dieſe mit langſamem Schritte um Paul. 3
„Schade, daß Walter, der Maler, nicht am Hof iſt,“ murmelte der ſchwarze Heinrich zwiſchen ſeinen weißen Zähnen durch. „Es wäre ein prächtig Bild aus der Scene zu machen, wie mein Herr, der Herzog, in einem ſtiftiſchen Landſtreicher ſeinen Sohn erkennt, gerade wie in der Le⸗ gende vom verlornen Sohn der Vater thut.“
„Sprich nicht ſo von der heiligen Schrift, Neugetaufter!“ ſprach der junge Karl ernſt, während er an dem Narren vorbeiging, um gleichfalls Paul ſeinen Gruß zu bringen. Langſam nahte er ihm, ſtreckte die Hand aus, als ob er ſie Paul bieten wolle, und frug zugleich mit einiger Unruhe:
„Mein Herr und Herzog, iſt dieſer Jüngling auch ein Sohn meiner Mutter?“
Ein ſchreckliches Unwetter zog in Egmonds Antlitz auf und ſein Auge ſchoß Blitze:
„Fluch Dir für dieſe Erinnerung!“ ſchrie er mit don⸗ nernder Stimme. „Seine Mutter ... und er drückte Paul rauh von ſich weg.
„Gottes Zrrn und Egmonds Strafe über ihn, der mich an ſie erinnert! Wehe ihm, der das ferner wagt!“
Schweigend, aber mit unbeſchreiblich ſchmerzlichem Ausdruck in dem ſanften, leidenden Geſicht war Paul un⸗ terdeß zur Seite gewankt. Bertmann ſtand alsbald neben ihm und führte ihn, einen finſtern Blick auf den Herzog ſchleudernd, einige Schritte zurück.
„O ich dachte mir wohl, daß ſie eine Niedriggeborne war!“ rief Junker Karl triumphirend. „Und ich bin der Sohn einer Edeldame.“


