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würdigen Feſtigkeit eines Wehrloſen, der ſich unſchuldig weiß, fort:
„Laßt ab von mir, Herr, und haltet mich nicht zu⸗ rück; meine Pflicht ruft mich an dieß Sterbebett. Seht Ihr nicht, daß Euere Mutter faſt ohnmächtig vor Schrecken iſt, daß ſie Euer Thun mißbilligt, wenn Ihr auch die Kraft fehlt, dieß auszuſprechen? Laſſet mich ihr den Troſt ihrer Religion zuſprechen, daß ſie wohlgemuth den ſchwe⸗ ren Uebertritt in's beſſere Leben überſtehe. Dann, Herr, will ich hören, weß ihr mich ſchuldig haltet, aus weſſen Auftrag Ihr mir Zwang anthun wollt, denn wiſſet, ich widerſetze mich nicht dem Geſetze.“
„Ich ebenſowenig, ſobald der Hauptmann den Befehl zeigt, der ihm über einen eingeſeſſenen Bürger Amſter⸗ dams Gewalt gibt, und ſobald er Herz hat, vor den Au⸗ gen ſeiner ſterbenden Mutter den Verlobten ſeiner Schwe⸗ ſter gefangen weg zu führen!“ fügte Laurenz hinzu.
„Sterben!“ rief Arnold, mit plötzlich aufwallendem Schmerz. „Ja, bei Gott, ſie würde ſterben und verloren gehn. Wie kann ich das Wichtigſte vergeſſen, während ich an das Unwichtigere denke.“ — Und ſeine kraftlos nie⸗ derſinkende Hand hielt Paul nicht länger. — „Jeſus Ma⸗ ria, ſie würde ſterben ohne einen Prieſter, der ihr bei⸗ ſtände, ohne das letzte und allernöthigſte Sakrament ge⸗ noſſen zu haben. Mutter, meine arme Mutter, o lebet, lebt noch; bittet die guten Heiligen, daß ſie Eure Stunden noch verlängern! Ich gehe, ich fliege und bringe Eich einen Prieſter, und müßt ich ihn von den Stufen des Altars wegreißen.“
„Nein, keinen Prieſter, keinen Prieſter!“ riefen elle Männer und — Johanna.
„Mutter, ich will Eure Seele retten, befehlt den Eurigen, daß ſie ſich nicht widerſetzen.“
Mit all dem Ausdrucke, deſſen auch das halberlo⸗ ſchene Auge fähig war, ſchaute die Kranke den Sohr an und ſie zog ihn zu ſich und er näherte ſich ihr, einen


