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12.
Fünfter Brief Hordens an ſeine Schweſter.
Nachdem die Welt mit ihren Vorurtheilen in meiner Bruſt den Sieg davon getragen hatte, mußte natuͤrlich der Aufenthalt auf Hel⸗ goland mir zur Qual werden. Ich weiß es nicht, warum die Marquiſe ſo lange auf der Inſel geblieben war, genug ſie war geblieben, und es fand zwiſchen ihr und mir ein ſeltſam vertrauliches Verhaltniß ſtatt, da doch von ei⸗ ner Neigung Keiner dem Andern eine einzige Sylbe geſagt hatte. Mit ihr einen Theil Deutſchlands zu durchreiſen ſchien mir ein Agrement, das jede Spur von Kummer uͤber den Verluſt Maria's aus meiner Seele zu tilgen verſprach, und ich bot mich ihr zum Be⸗ gleiter an. Ich ließ Wechſel und alles Nöthi⸗ ge zur Reiſe kommen, wie Du weißt, und


