M
Ich nenne Euch willkommen im Schloß meines Vaters,“ lispelte ſie kaum hoͤrbar, indem ſie ihr Auge zu ihm empor richtete. Aber wer ſchildert ihre überraſchung, wer mahlt die plotzlich mit Purpur uͤbergoßenen Wangen, das große, dunkle geoffnete Auge, die feinen in die Hohe gezogenen Brauen, kurz den augenblicklichen Ausdruck des aller⸗ freudigſten Schreckes, als Volkmars Zuge ihr entgegen lächeln, als ſie in der Perſon des Grafen von Rauheneck, ihren ge⸗ liebten naͤchtlichen Saͤnger wieder zů erkennen glaubt! Er iſt es, jubelte ihre Seele, und ein Lacheln der Engel verklaͤrte ihr Angeſicht. So kann eine Ihnlichkeit nicht betruͤgen, es iſt Volkmar, aber wie konnte er? — war⸗ um hat er? o was hatte ſie nicht alles zu fragen und doch verſchloß die Sitte jetzt ihren Mund wie den ſeinigen. Genug er war es, ſo glaubte die hoffnungsfrohe Adel⸗ gond, und gab ſich dieſem ſeligen S


