„ ihr Kaͤmmerlein blicke, auch ſey es ihr ge⸗ weſen, als ob jemand lauſchend unter ihrem Fenſter geweilt haͤtte.“ Wollt' ihm die Wege zeigen,“ fuhr der Ritter auf, „mit einem halben Dutzend Bol⸗
zen aus der nachſten Schießſcharte, ſo ſich einer unterfaͤngt Nachts an meiner Mauer zu weilen!“
„Halten zu Gnaden,“ beruhigte ihn die Alte, „es war nur von der Scheibe des Mon⸗ des die Rede, und der laͤßt ſich das Verwei⸗ len nicht verbieten und ſpaziert an allen Ritterſchlöſſern herum, ohne ſich um die Wachtleute zu bekuͤmmern.“
„Laßt ſehen,“ verſetzte der Ritter, „ob wir ihm das Hineinkucken nicht verbieten koͤn⸗ nen, wenn es meinem Gondchen Mißbe⸗ hagen gewaͤhrt. Gebt Befehl dem Fraͤulein, von nun an das obere Zimmer im Winkel des Kapellenthurms zum Ruhegemach einzu⸗ richten, und ſchwere damaſtene Vorhaͤnge vor die Fenſter zu haͤngen; da wird kein Mond⸗


