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Dunkel und Hell : in zwei Erzählungen / von Carl Toepfer
Entstehung
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wogten blonde Locken um die hohe Stirn, und haͤtte Adelgonde fliehen wollen, fruͤher mußte ſie fliehen, nun war ihre Kraft da⸗ hin. Einen kleinen Schritt ruͤckwärts treten, war alles, was ſie zu thun faͤhig war, waͤhrend eine Hand den Sims des Fenſters feſt hielt.

„Fliehet nicht,“ ſprach der Juͤngling, „ich bin fromm und ſanft, entziehet mir nicht Euren Anblick, den Quell alles Heils fuͤr mich; wendet Ihr Euch von mir ab, ſo iſt mein Leben vertrocknet, und ich verwelke wie eine Pflanze, der man Luft und Licht ent⸗ zieht!“

„Um Gotteswillen,“ antwortete die Jung⸗ frau ſtotternd, „wie wagt Ihr ſolche Worte an mich zu richten, in dieſer Stunde und an dieſer Stelle. Wenn ich auch im Stande ware, Euch zu vergeben, kennt Ihr wohl meinen Vater und fuͤrchtet Ihr ſeine Arm⸗ bruſt⸗Schuͤtzen nicht, die ſein Zorn gegen Euch ihr Geſchoß richten laͤßt?“

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