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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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dann noch einen Augenblick mit den jüngeren Kin⸗

dern, ihnen glaͤnzende Silberſtuͤcke zum Dank fur 3

die gaſtfreie Bewirthung ſpendend, — und nun mußte er ja auch wol von dem lieblichen Maͤdchen ſcheiden. „Leb' wohl, Marie!“ ſagte er raſch, ihre kleine Hand feſt in die ſeine ſchließend; „Gott erhalte dir die Mutter, und gebe dir viel frohe und gluͤckliche Tage!“ Er blickte ihr noch einmal ſo mild, ſo be⸗ wegt in's Auge; dann riß er ſich los, und war mit Blitzesſchnelle zum Stuͤbchen hinaus. Als das Mäd⸗ chen ihm an der Hausthuͤr noch nachſchaute, war er ſchon laͤngſt um die Ecke verſchwunden. Still und träumend ging er lange ſeines We⸗ ges dahin; es duͤnkte ihn ganz ernſtlich, als werde er niemals im Leben einer zweiten Marie wiederbe⸗ gegnen. Ungeduldig uͤber ſich ſelbſt, zog er enblich, um ſich durch Leſen zu zerſtreuen, ein Buch hervor. Allein obgleich daſſelbe, ſeines muntern „ ſcherzhaften Inhalts wegen, gerade für dieſen Zweck geeignet ſchien, ſagte es ihm doch ſo wenig zu, daß er es un⸗ muthig gar bald wieder zuſchlug. „Ein einziges froh⸗ liches Wort von Marien,“ rief er aus, „iſt ja wahr⸗ lich mehr werth, als all dieſer geſuchte, muͤhſam her⸗