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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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thum geweſen, den er liebte? — hat ſchlau und berechnet mein Herz immer feſter ge⸗ wonnen; er war's, der mich uͤberredete, die Einwilli⸗ gung meines Vaters für die einzige Tochter zu er⸗ ſchmeicheln. Mein tief gekraͤnktes Gefuͤhl ſagt mir das jetzt. — Ward ich verblendet? wollte ich es ſeyn? — Vielleicht Beides! —

O, daß ich ihm Unrecht thaͤte in dieſer ſchweren, bittern Stunde! Daß er nur noch einmal mit treuem Wort der Liebe in mein Zimmer traͤte, um mich beſorgt, mich troͤſtend und beruhigend! Ich wollte mein Leben geben fur einen ſolchen Augen⸗ blick!

5.

—

den aſten Mai. Hier iſt ein Brief von ihm. Ich will ihn unter dieſe Blaͤtter legen, daß ich ihn täglich ſehe, daß ſeine ſchneidende Kaͤlte mit jedem Augenblick

mein Herz tiefer und tödtlicher verwunde. — „Liebe ſey eine heitre, freundliche Taͤndelei, die weichen ſſe, im Widerſtreit mit den ernſten Forderungen

Es iſt wahr, er