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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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des Harrens hier ſey, ſandte ſie ihr ungeſaͤumt beim

Nachhauſekommen die folgenden Blatter.

1.

den 3ten Mai.

So bin ich denn nun verlobt! ganz nach mei⸗ ner eigenen Wahl, nach dem innigſten Wunſch mei⸗ nes Herzens verlobt, und — doch nicht ganz glůͤck⸗ lich. Ach, es fehlt doch viel, wenn der Eltern vol⸗ ler, freudiger Segen bei ſolch einem Schritt' uns fehlt! Des Vaters Ja hab' ich mit Thranen erbit⸗ ten muͤſſen, und auch die Mutter zogerte einzuwilli⸗ gen. Waͤren ſie denn auch dies eine, eine Mal wol ganz vorurtheilsfrei? — Die Mutter meint, F. erwecke kein Vertrauen; es ſey nicht Wahrheit, nicht Unverſtelltheit genug in ſeinem Weſen. O, wie kann man doch in dieſer feinen Schonung, die ihm ſo eigen iſt, in dieſer heitern Gewandtheit, die nie verletzt, und auch ſo ungern verletzen moͤchte, etwas Ungäͤnſtiges ſehen! — Mein Vater haͤtte wol am liebſten einem reichen, unternehmenden

Kaufmann, wie er ſelbſt iſt, meine Hand gegeben.

Das Loos eines Kůnſtlers, ſagt er, ſey zu unſicher.

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