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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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der hieſige Pfarrer gar wohl der Sohn ihres Pflege⸗ vaters haͤtte ſeyn koͤnnen. —

Nach einiger Zeit trat ein junger Mann herein, der, wie ſie, nur als Gaſt zu verweilen ſchien. Sie erfuhr ſpäter, daß er in fuͤrſtlich ** ſchen Dienſten angeſtellt, und nur zum Beſuch bei dem Hausherrn, ſeinem Univerſitätsfreunde, ſey, welchen er ſeit lan⸗ ge nicht geſehen. Dieſer zog ſich bald mit ihm aus dem Kreiſe der Frauen zuruͤck, und ſo ward er von Mariannen wenig bemerkt. Am andern Tage in⸗ deß ernannte ihn der Pfarrer, weil ihn ſelbſt Ge⸗ ſchaͤfte hinderten, zum Fuͤhrer der angekommenen Frauenzimmer in der angenehmen Umgebung des kleinen Orts; und Wildau, ſo hieß der Fremde, uͤbernahm dies doppelt gern, da die Gegend fuͤr ihn ſelbſt durch Erinnerungen Reiz hatte. So begleitete er denn auch eines Nachmittags Mariannen und ihre bisherige Reiſegefährtinn zu einer nahen, ziem⸗ lich bedeutenden Anhoͤhe, von wo man eine ſehr freundliche, und ſelbſt maleriſche Ausſicht hatte. Auf Mariannens Aeußerung daruber zog Wildau eine

Papierrolle hervor, mit der Frage: ob ſie Luſt habe,

eine Zeichnung der Gegend zu ſehen? Sie ſey, fagte