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zur Paſtellmalerei. Der Unterricht begann; der Leh⸗ rer hatte nun Gelegenheit, Mariannen faſt täglich zu ſehen, und wußte dies ſehr gut zu benutzen. Ueber⸗ haupt ward ihm das Talent, ſich bei Frauenzimmern beliebt zu machen, in hohem Grade zugeſprochen; und er hatte es auch wol wirklich, durch aͤußere Vorzuge, leichte Untethaltungsgabe und — wenig Bedenklichkeit, jede Form anzunehmen, welche ihm eben die paſſendſte ſchien. Uebung hatte ihn hierin ſchwer zu durchſchauen gemacht; allein dennoch ent⸗ ging dem beobachtenden Blick des Pfarrers ſein Man⸗ gel an Gemuͤthswahrheit nicht ganz. Dieſe Beob⸗ achtung erweckte Mißtrauen; und wie ſehr der alte Mann nun auch von dem Baron und deſſen vorneh⸗ men Bekannten das Talent und manche Liebens⸗ wuͤrdigkeit des Fremden ruͤhmen hoͤrte, wie ſehr er ſelbſt ihm Beides zugeſtehen mußte: das alte Wohl⸗ wollen fuͤr ihn kam dennoch nicht wieder. Sittlicher Werth ſchien ſeinem ſchlichten Sinn nun einmal un⸗ bezweifelt der Edelſtein in der Menſchenbruſt, und alles Uebrige zwar wol oft eine ſehr ſchone und rei⸗ . che Faſſung, aber doch immer nur die Faſſung. Je⸗ nen Edelſtein mußte er zweifellos deutlich erkennen,
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