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ſer Pforte und begehrte Einlaß. Zweifelnd,
ob auch ihr Ohr recht gehoͤrt, lauſchten die
Knappen in der Burg auf ſein Begehr und öffneten ihm dann auf Segeſts Befehl, der den Vater ſeines Weibes unter ſonderbaren Gefuͤhlen in die weite Halle fuͤhrte. Irmgard, bleich und abgezehrt, ſprang mit einem Schrei von ihrem Seſſel auf und blieb dann zoͤgernd inmitten des Gemaches ſtehen, Bruno aber ſprach mit wehmuͤthiger Stimme: „Vergeßt und vergebt Alles, was ich Böͤſes an Euch gethan und der Herr des Himmels ſei ge⸗ dankt, daß er mein Leben gefriſtet, damit ich
an Dir, meiner Tochter, an Euch, Graf Se⸗
geſt, wieder gut machen kann, was ich ver⸗ ſchuldete. Komm Irmgard, komm an des Vaters Bruſt, kommt auch Ihr, Segeſt, an
mein Herz und vergeßt und vergebt die Lei⸗
den, welche meine blinde Wuth Euch bereite⸗
te. Nennt mich Euern Vater, Ihr ſeib ja .
meine einzigen Kinder, ſeitdem Heintich Kuno von dieſer Welt ſchieden. Kuno,


