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Der treue Knappe am Kreuz oder: Der blutige Gang zur St. Johannniskapelle : Rittergeschichte aus der grauen Vorzeit / von F. Thalheim
Entstehung
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Diener, „deutet es nicht uͤbel, wenn ich Euch darauf aufmerkſam mache, daß es auch wohl bei uns an der Zeit ſei, den Manen der ge⸗ fallenen Bruͤder ein Suͤhnopfer zu bringen. Drunten im Verließe ſitzt der Saaleckerz ſol⸗

ſen, oder ſoll er verhungern gleich uns? Ich daͤchte, hinab mit ihm, hinab unter ſein blut⸗ gieriges Geſindel! Gebt uns die Erlaubniß,

richtete ſich die hohe Geſtalt des blinden Hei⸗

hohler, dumpfer Stimme: „Sohn meines Waffenbruders, dulde die Brut nicht länger in dieſen Hallen, nieder in den Staub mit ihm!“ Segeſt befahl jetzt, den Gefangenen dem Tode zu weihen und die Knappen gingen ungeſäumt zum Verließe, um den Ritter her⸗ auf zu holen. Bald war er ſeiner Feſſeln entledigt und wurde hinauf gefuͤhrt auf den hoͤchſten Punkt der Burg. Geblendet ſchlug er die Augen nieder und vermochte erſt nach

len wir ihn mit unſerm eignen Fleiſche ſpei⸗

und wir wollen uns ſeiner entledigen!“ Da

mers empor vom Boden und er ſprach mit