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Der treue Knappe am Kreuz oder: Der blutige Gang zur St. Johannniskapelle : Rittergeschichte aus der grauen Vorzeit / von F. Thalheim
Entstehung
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ſchlägt noch ein Herz wie ſeines, wo iſt noch

ein zweiter Kaͤmpfer, der, ſo wie er, Schwert und Streitart zu fuͤhren vermoͤchte? Doch, wohl ihm! ſein Geiſt ſchwingt ſich hinauf in die Gaͤrten des himmliſchen Wallhallas, wohl auch uns, koͤnnten wir ihm folgen und die Walkyren zwingen, uns das Todesloos zu werfen!“ Der alte Heimer von der Alleburg ſtand indeſſen uber die Leiche des erſchlagenen Sachſenſteiners gebeugt und murmelte dumpfe Spruͤche. Segeſt fuhr nach einer Weile fort: „Ihr Knappen! Euch thue ich zu wiſſen, daß es faſt an allen Lebensmitteln fehlt, ja am Nothwendigſten mangelt es, und ich ſtelle es Euch frei, unter dem Schirme der Nacht von dannen zu ziehen. Nutzlos wuͤrdet Ihr Euch aufopfern und des ſchmaͤhlichſten Hungertodes

ſterben. Ehe der Morgen anbricht, wird man uns noch dichter einſchließen, darum flichet, ehe es zu ſpät wird!“ Klirrend ſchlugen die

Knappen mit ihren Schwertern zuſammen

und riefen wie aus einem Munde: „Hier