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Der treue Knappe am Kreuz oder: Der blutige Gang zur St. Johannniskapelle : Rittergeschichte aus der grauen Vorzeit / von F. Thalheim
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fall zu wagen waͤre Tollkuhnheit geweſen dennoch fehlte es an Mundvorrath, um eine laͤngere Belagerung auszuhalten. Vergeblich ſann Segeſt auf Mittel, wie dieſer Noth ab⸗ zuhelfen ſei, vergeblich wagten ſich einige kuͤhne Knappen zur Nachtzeit hinaus aus der Burg,

ſie wurden erfaßt von den lauernden Feinden und mußten eines qualvollen Todes ſterben. Iring ſann vergeblich nach, wie dieſem Uebel abzuhelfen ſein moͤchte und rieth endlich zu einem Ausfalle; auch Kuno, deſſen Wunde ſich in ſo weit gebeſſert hatte, daß er wieder herumgehen konnte, rieth dazu. Der kriegs⸗ erfahrene Sachſenſteiner hatte eine Liſt erſon⸗ nen; beim Ausbruche der Nacht mußten Alle wohl geruͤſtet im Vorhofe harren, Irmgard beſtieg einen Zelter und als es ohngefaͤhr Mit⸗ ternacht war, trieb man zwei muthige Roſſe mit brennenden Kienſcheiten hinab ins Lager der Feinde, wahrend die Beſatzung der Burg den Weg in den nahegelegenen Wald einzu⸗ ſchlagen ſuchte. Anfangs ſchien Jrings Plan

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