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35 Sichtswürdige!“ brüllte er, ſeinem kochenden Blute Luft machend, „ſo gedenkſt Du mir al⸗
ſo die Treue zu halten? Aber warte, der Saalecker wird Dir ſchon zuſehen daß Du
nimmer wieder mit andern minnen ſolſt!“ Er blickte nach dieſen Worten um ſich, ob er vielleicht Lauſcher habe und in ſeinen Faͤuſten zuckte es, als ob ihm die Luſt ankaͤme, die bleiche zarte Geſtalt Irmgards zu zermalmen.
Sie rang nach Faſſung und verſetzte endlich:
„Benno von Saaleck! wer gab Euch des Va⸗ ters Wort der Treue? Ich, oder der Vater?
Wiſſet demnach, mein Herz und meine Liebe
gehörte nie Euer und läßt ſich am wenigſten durch ein ſolches Betragen etzwingen, wie Ihr es eben zeigtet. Meint Ihr, daß ich unrecht gegen Euch gehandelt habe, wohlan, dann geht zum Vater und laget es ihm, denn noch habt Ihr kein Recht an mir, noch ſprach des . Prieſters Mund den Segen nicht uͤber uns,
und wird es auch nie!“ Ein furchtbates Ge⸗ lächter aus des Ritters Munde erſcholl und


